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Hausgeldrückstand: wenn ein Miteigentümer nicht zahlt und alle darunter leiden.

Ein Hausgeldrückstand entsteht, wenn ein Wohnungseigentümer seine monatlichen Hausgeld-Zahlungen nicht leistet. Das betrifft nicht nur den säumigen Eigentümer, sondern indirekt die gesamte Eigentümergemeinschaft.

Was passiert bei Hausgeldrückstand: Die WEG muss trotz ausbleibender Zahlungen ihre laufenden Verpflichtungen erfüllen, Versicherungen, Hausmeister, Betriebskosten. Fehlende Zahlungen werden zunächst aus der Instandhaltungsrücklage oder durch vorübergehende Kostenumlage auf die anderen Eigentümer gedeckt.

Was das für Käufer bedeutet: Wer eine Eigentumswohnung kauft, tritt in die Eigentümergemeinschaft ein, mit allen aktuellen Verpflichtungen. Ein bestehender Hausgeldrückstand des Verkäufers geht nicht automatisch auf den Käufer über, aber: Eine WEG mit hohen Rückständen einzelner Eigentümer ist ein Warnsignal für die finanzielle Gesundheit der Gemeinschaft.

Was ich vor dem Kauf prüfe:

  • Höhe der aktuellen Instandhaltungsrücklage
  • Offene Hausgeldforderungen gegen einzelne Eigentümer
  • Laufende Rechtsstreitigkeiten der WEG
  • Letzte drei Eigentümerversammlungsprotokolle

Wie WEGs gegen Hausgeldrückstände vorgehen: Die WEG kann den säumigen Eigentümer auf Zahlung verklagen. Im Extremfall kann das Wohnungseigentum zwangsversteigert werden, ein Instrument, das aber selten eingesetzt wird.

Was Verkäufer beachten sollten: Ausstehende Hausgeldzahlungen müssen beim Verkauf vollständig beglichen sein. Der Notar prüft das. Offene Rückstände können den Verkaufsprozess verzögern oder den Preis beeinflussen.

Rechtsgrundlage: § 28 WEG (Wirtschaftsplan) · § 16 WEG (Kostentragung)

→ Wohnung verkaufen Bremen · ETW kaufen Bremen · Lexikon: Hausgeld